Aussterben der SMS?

Warum die SMS zwangsläufig an Bedeutung verliert

Fast jeder hat heutzutage ein Smartphone inklusive einer Flatrate und verschickt täglich Nachrichten an Freunde und Familie. Doch die wenigsten greifen dabei noch zur klassischen SMS!

„Schuld“ sind kostenlose Messenger wie Facebook und WhatsApp, aber auch die Weiterentwicklung des Smartphones an sich.

Als leistungsfähiger Mini-Computer kann das Smartphone überall ins Internet und Nachrichten in Form von Text, Sprache und Videos jederzeit online empfangen und senden („Streaming“).

Der Kurzmitteilungsdienst über die klassische Vermittlungsstelle hatte einen verbindlichen und einseitigen Charakter.

Mit den aktuellen Apps ist jeder auch per Smartphone ständig auf dem Laufenden und muss vor allem nicht mehr auf die Länge oder Anzahl seiner Nachrichten achten.

Stimmt es also, dass das einfache Hin- und Herschicken von Nachrichten durch den technischen Fortschritt und ein Umdenken der Nutzer schon heute überholt ist?

Droht denn bald ein Aussterben der klassischen SMS?

Mit dem „Short Message Service“ hohe Minuten-Gebühren und bisweilen eine schlechte Verbindungsqualität zu ersetzen, war früher eine wichtige Innovation.

Doch durch den Ausbau der Mobilfunknetze und ein größeres Angebot, wurde das über die Jahre überflüssig. Viele Anbieter haben Minutentarife durch Flatrates oder große Kontingente ersetzt. Textnachrichten können heutzutage außerdem ohne Einschränkung über Server in Form von Chats und Social Media abgewickelt werden.

Der Wegfall einer Limitierung hat sich dabei schleichend auf die Nutzung ausgewirkt:

Eine SMS, die durch den Umfang von 160 Zeichen und den Kostenfaktor von ca. 19 Cent / Stück begrenzt wurde, steht dem modernen Modell eines mobilen Chat-Gesprächs wie bei „WhatsApp“gegenüber:

Ohne eine Limitierung und dank eines User-Interfaces, das den Nutzer unentwegt bei der Stange hält, gibt es natürlich auch kritische Stimmen, die sagen, dass die Qualität der Nachrichten dadurch leidet. Dialoge werden auf jeden Fall länger als nötig – und vielen fällt es schwer, wichtiges und unwichtiges zu trennen.

Kommunikation wird hierbei also nicht verkürzt wie bei der klassischen SMS, sondern durch die angesprochenen Punkte tendenziell eher verlängert.

Für den Nutzer bedeuten weniger Einschränkungen auf den ersten Blick eine unendliche Freiheit, bis der Online-Status zu einer regelrechten Sucht wird und Kommunikation zum Text-Müll oder Trolling verkommt.

Also ab und zu auch mal abschalten! 🙂

Fazit: Ob Messenger oder „SMS-Flat“ – durch den Wegfall der Limitierung verliert die SMS ihren ursprünglichen Charakter.  Social Media und WhatsApp machen die kostenpflichtige SMS außerdem überflüssig.

Veröffentlicht am 25.08.2015 von SMS-SPRACHE.de

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