Aussterben der SMS?

Warum die SMS zwangsläufig an Bedeutung verliert

Fast jeder hat heutzutage ein Smartphone inklusive einer Flatrate und verschickt täglich Nachrichten an Freunde und Familie. Doch die wenigsten greifen dabei noch zur klassischen SMS!

Schuld sind kostenlose Messenger wie Facebook und WhatsApp, aber auch die Weiterentwicklung des Smartphones an sich.

Als leistungsfähiger Mini-Computer kann das Smartphone überall online sein und Nachrichten in Form von Text, Sprache und Videos jederzeit online empfangen oder live senden („Streaming“).

Der Kurzmitteilungsdienst über die klassische Vermittlungsstelle hatte einen verbindlichen und einseitigen Charakter.

Mit den aktuellen Apps ist jeder auch per Smartphone ständig auf dem Laufenden und muss vor allem nicht mehr auf die Länge oder Anzahl seiner Nachrichten achten.

Stimmt es also, dass das einfache Hin- und Herschicken von Nachrichten durch den technischen Fortschritt und ein Umdenken der Nutzer schon heute überholt ist?

Droht bald ein Aussterben der klassischen SMS?

Mit dem „Short Message Service“ hohe Minuten-Gebühren und bisweilen eine schlechte Verbindungsqualität zu ersetzen, war in den Neunzigern eine wichtige Innovation.

Durch den Ausbau der Mobilfunknetze und ein breiteres Angebot, wurde dies über die Jahre überflüssig gemacht. Minuten-Tarife wurden durch Gesprächs-Flats oder riesige Kontingente ersetzt und Textnachrichten können heutzutage ohne Einschränkung über Server in Form von Chats und Social Media abgewickelt werden.

Der Wegfall einer Limitierung hat sich dabei schleichend auf die Nutzung ausgewirkt:

Eine SMS, die durch den Umfang von 160 Zeichen und den Kostenfaktor von ca. 19 Cent / Stück begrenzt wurde, steht dem modernen Modell eines mobilen Chat-Gesprächs wie bei „WhatsApp“gegenüber:

Keine Limitierung bei der Anzahl der Zeichen und der gesendeten Nachrichten und außerdem ein User-Interface, welches den Nutzer durch allerlei Töne, Farben und Neuerungen unentwegt  bei der Stange hält. Nachrichten und Gespräche werden tendenziell länger als nötig und vielen fällt es inzwischen schwer, wichtiges und unwichtiges zu trennen.

Kommunikation wird hierbei also nicht verkürzt wie bei der klassischen SMS, sondern durch die angesprochenen Punkte stark verlängert.

Für den Nutzer bedeuten weniger Einschränkungen auf den ersten Blick eine unendliche Freiheit, bis der Status „Online“ zu einer regelrechten Sucht wird und Kommunikation zum Text-Müll oder „Trolling“ verkommt.

Also ab und zu auch mal abschalten! 🙂

Fazit: Egal ob Messenger oder „SMS-Flat“ – durch den Wegfall der Limitierung verliert die SMS ihren ursprünglichen Charakter.  Social Media und WhatsApp machen die kostenpflichtige SMS außerdem überflüssig.

Veröffentlicht am 25.08.2015 von SMS-SPRACHE.de

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